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Vergleich

Bauherrenmodell vs. Vorsorgewohnung: Der vollständige Vergleich 2026

Beide Wege zur Immobilien-Anlage — aber welcher ist für Ihre Situation der bessere? Vollständiger Vergleich mit Tabellen, Rechenbeispiel und konkreten Empfehlungen.

Was ist eine Vorsorgewohnung?

Eine Vorsorgewohnung ist eine Eigentumswohnung die primär zum Zweck der Vermietung erworben wird — mit dem Ziel der Altersvorsorge und/oder Steueroptimierung. Im Gegensatz zum Bauherrenmodell kauft man eine fertige Wohnung und wird Alleineigentümer. Die steuerlichen Vorteile entstehen durch die reguläre Absetzung für Abnutzung (AfA) und — bei Regelbesteuerung — durch den Vorsteuerabzug auf die Anschaffungskosten.

Bauherrenmodell vs. Vorsorgewohnung: Der entscheidende Unterschied

MerkmalBauherrenmodellVorsorgewohnung
InvestitionsstrukturMiteigentümer-gemeinschaftAlleineigentümer
Abschreibung~6,7 % p.a. (15 J.)1,5 % p.a. (normal)
SteuereffektSehr hoch (Spitzensteuersatz)Mittel
VorsteuerabzugMöglich (Regelbesteuerung)Möglich (Regelbesteuerung)
Mindestinvestition150.000–300.000 €100.000–250.000 €
FlexibilitätGering (20+ J. Bindung)Höher (Verkauf möglich)
VerwaltungsaufwandMittel (Miteigentümergemeinschaft)Selbst oder Hausverwaltung
Eigennutzung möglich?NeinJa (mit Einschränkungen)
Für wen geeignetGrenzsteuersatz 42–48 %Grenzsteuersatz 30–48 %

Die Vorsorgewohnung im Detail

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Steuerliche Vorteile

Der Hauptvorteil der Vorsorgewohnung liegt im Vorsteuerabzug: Wer seine Mietwohnung der Umsatzsteuer unterwirft (Regelbesteuerung), kann die auf Kaufpreis und Sanierung entfallende 20 %-Mehrwertsteuer als Vorsteuer geltend machen. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € inkl. 20 % USt sind das 50.000 € die zurückgefordert werden können.

Dazu kommt die reguläre AfA von 1,5 % p.a. auf den Gebäudeanteil (nicht Grundanteil, nicht Kaufnebenkosten) sowie der Abzug aller Werbungskosten (Zinsen, Verwaltung, Reparaturen).

Vorsteuer-Behaltefrist

Wer den Vorsteuer-Vorteil nutzt, bindet sich für 20 Jahre Vermietung. Wird die Wohnung innerhalb dieser Frist verkauft oder privat genutzt, muss die Vorsteuer anteilig zurückgezahlt werden. Das schränkt die Flexibilität ein — und ist oft unterschätzt.

Wann ist die Vorsorgewohnung besser als das Bauherrenmodell?

Praktische Tipps für die Vorsorgewohnung

Renditerechnung Vorsorgewohnung — Beispiel Graz

Beispiel: 200.000 € Kaufpreis in Graz, 60 m²

Jahreskaltmiete
7.200 €
12 €/m² × 60 m² × 10 M.
Bruttomietrendite
3,6 %
7.200 / 200.000
Vorsteuer-Vorteil
~33.000 €
Bei Neubau inkl. 20 % USt
AfA p.a.
~2.400 €
1,5 % auf ~160.000 €

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Mag. Florian Kulterer
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Immobilieninvestor & Spezialist für Anlageimmobilien (Graz)

Mag. Florian Kulterer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Anlage- und Zinshausimmobilien in Graz und der Steiermark und begleitet Investoren bei Bauherrenmodell- und Vorsorgeprojekten. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung dieses Ratgebers.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bauherrenmodell und Vorsorgewohnung?
Das Bauherrenmodell bietet höhere Steuervorteile durch beschleunigte Abschreibung, erfordert aber höheres Kapital, längere Bindung und mehr Komplexität. Die Vorsorgewohnung ist einfacher, flexibler und für ein breiteres Einkommensspektrum geeignet.
Kann ich eine Vorsorgewohnung selbst bewohnen?
Grundsätzlich ja — aber bei Vorsteuer-Option besteht eine 20-jährige Vermietungspflicht. Eigennutzung innerhalb dieser Frist führt zur anteiligen Vorsteuer-Rückzahlung. Klären Sie das vor dem Kauf steuerlich.
Was ist die Vorsteuer-Regelbesteuerung?
Wer seine Mietwohnung der Umsatzsteuer unterwirft, kann die beim Kauf bezahlte Mehrwertsteuer zurückfordern. Bei Neubau-Kauf mit 20 % USt auf den Gebäudeanteil eine erhebliche Liquiditätsverbesserung — aber an 20-jährige Vermietung gebunden.
Wie hoch ist die Rendite einer Vorsorgewohnung?
Bruttomietrenditen in Graz liegen je nach Lage bei 2,8–4,2 %. Netto nach Kosten, Leerstand und Steuer deutlich weniger. Mit Vorsteuer-Vorteil und AfA verbessert sich die Gesamtrendite erheblich.
Ab wann lohnt sich eine Vorsorgewohnung steuerlich?
Der Steuereffekt ist bei höherem Grenzsteuersatz größer, aber bereits ab 30 % sinnvoll. Der Vorsteuer-Vorteil wirkt unabhängig vom Steuersatz. Insgesamt: Vorsorgewohnung lohnt ab ca. 40.000–50.000 € Jahreseinkommen.

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