Risiken
Ehrliche Darstellung aller wesentlichen Risiken — von Baukosten-Überschreitungen bis zum Liebhaberei-Problem. Weil eine fundierte Entscheidung beide Seiten kennt.
Das Bauherrenmodell wird häufig über den Steuervorteil vermarktet. Die Risiken werden dabei oft kleingeredet. Wir beschreiben sie vollständig — denn ein Bauherrenmodell das nur bei günstigen Umständen funktioniert, ist kein gutes Investment.
Jedes Bauprojekt ist mit Unsicherheiten behaftet. Kostensteigerungen — durch Materialpreisanstiege, unvorhergesehene Bauschäden oder Planungsänderungen — können den tatsächlichen Investitionsbedarf erhöhen und die Kalkulation verschieben. Zeitverzögerungen schieben den Beginn der Vermietungsphase nach hinten und verkürzen damit den Zeitraum, in dem Mieteinnahmen zur Finanzierung beitragen.
Die gesamte Prognoserechnung basiert auf Mieteinnahmen — deren Ausbleiben oder Unterschreitung gefährdet das Modell. Leerstand in der Anlaufphase, niedrigere als kalkulierte Mieten oder Mietausfälle durch zahlungsunfähige Mieter reduzieren den Cash-Flow und können die Liebhaberei-Prognose gefährden.
In gut gewählten Lagen wie Graz Geidorf oder Wien Innere Stadt ist das Risiko überschaubar. In peripheren Lagen oder bei marktfremden Mietansätzen kann es zur existenziellen Bedrohung für die steuerliche Anerkennung werden.
Das Finanzamt kann die steuerliche Wirkung eines Bauherrenmodells aus zwei Gründen aberkennen:
Dazu kommt das Risiko von Gesetzesänderungen: Steuerrecht ändert sich. Was heute gilt, gilt nicht zwangsläufig über 20+ Jahre. Wer seine Investmentthese ausschließlich auf Steuervorteilen aufbaut, setzt auf ein fragiles Fundament.
Die Qualität und Seriosität des Bauträgers und Strukturgebers sind entscheidend. Überhöhte Weichkosten (Honorare, Vertrieb, Strukturierungsgebühren) können 20–35 % des Investitionsvolumens ausmachen und die Rendite massiv schmälern. Interessenkonflikte entstehen, wenn Bauträger gleichzeitig Verkäufer und Berater sind.
Bekannte Warnsignale:
Ein Miteigentumsanteil an einem Bauherrenmodell ist kein liquides Asset. Der Zweitmarkt ist dünn — wer seinen Anteil verkaufen möchte, findet oft keinen oder nur zu einem erheblichen Abschlag. Im Notfall kann man zwar verkaufen, aber nicht zum vollen Wert und nicht schnell.
Wer Geld investiert, das er in absehbarer Zeit vielleicht benötigt, sollte kein Bauherrenmodell wählen.
Wird die Beteiligung ganz oder teilweise fremdfinanziert, erhöht sich das Risikoprofil erheblich. Zinsänderungen können die Kalkulationsgrundlage verschieben. Eine Investition die nur bei niedrigen Zinsen rentiert, ist strukturell fragil. Zudem reduziert Fremdkapital die steuerliche Verlustverrechnung (Zinsen sind zwar Werbungskosten, aber das Eigenkapital generiert den Hauptanteil des Abschreibungseffekts).
Das Bauherrenmodell ist kein Selbstläufer — aber bei richtiger Auswahl ein solides Instrument. Es lohnt sich, wenn:
Wir prüfen sachlich, ob ein Ihnen vorliegendes Bauherrenmodell-Angebot die Risikokriterien erfüllt — kostenlos und ohne Verkaufsinteresse.
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Werkzeuge & nächste Schritte
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